FAQ Covid-19

Sie haben sich an Ihrem Arbeitsplatz mit Covid-19 infiziert

Wird eine Infizierung mit Covid-19 festgestellt, muss Ihr behandelnden Arzt eine Anzeige für eine Berufskrankheit ausfüllen.

Wenn Sie aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit keinem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, müssen Sie nachweisen, dass Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz mit Covid-19 infiziert haben.

Wenn Sie als Pflegekraft arbeiten oder wenn Sie aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, müssen Sie keinen weiteren Nachweis für die Anerkennung der Berufskrankheit erbringen.

Wie ist der Unfallversicherung eine Berufskrankheit zu melden?

Der Arzt muss die Meldung bei der Unfallversicherung abgeben, sobald er einen begründeten Verdacht hat, dass eine Krankheit durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde. Im Falle einer Meldung übermittelt er seinem Patienten eine Kopie der Meldung.

Der Arzt muss der Unfallversicherung die Meldung mittels des Formulars „Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit“ übermitteln. Er muss alle geforderten Hinweise zur Verfügung stellen, wie insbesondere die exakte medizinische Diagnose, die entsprechende Nummer der Tabelle der Berufskrankheiten und die Angabe der beruflichen Risiken, die Ursache der Krankheit sein können. Die medizinischen Dokumente, die die Krankheit bestätigen, müssen der Meldung beigelegt werden.

Der Arzt darf nur eine Krankheit pro Formular melden.

Ist Telearbeit arbeit von der Unfallversicherung abgedeckt?

Telearbeit ist von der Unfallversicherung abgedeckt, sofern die Bestimmungen der Vereinbarung bezüglich des rechtlichen Statuts der Heimarbeit wie zwischen der Union des Entreprises Luxembourgeoises („Vereinigung Luxemburgischer Unternehmen“) einerseits und den Gewerkschaften OGB-L und LCGB, andererseits abgeschlossen, erfüllt sind.

Während der Krise wird im Falle eines Unfalls zu Hause, lediglich die Bestätigung des Arbeitgebers benötigt, dass der Arbeitnehmer zur Heimarbeit berichtigt war.

Wie unterscheidet man einen Unfall, der sich im Rahmen der Telearbeit ereignet hat, von einem privaten Vorfall?

Unfälle, die sich während der Telearbeit ereignet haben, sind von der Unfallversicherung gedeckt, sofern sie sich bei einer Tätigkeit ereignet haben, die mit der versicherten beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang steht. Voraussetzung ist allerdings, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zuvor über die Modalitäten der Telearbeit gemäß der Vereinbarung vom 20. Oktober 2020 über die rechtliche Regelung der Telearbeit geeinigt haben. Insbesondere über die betroffenen Tage und den Ort der Telearbeit.

Ist der Versicherungsschutz gleichwertig, wenn man sich im Telearbeitsplatz oder im Büro verletzt?

Ja, der Arbeitnehmer hat bei einem Arbeitsunfall den gleichen Schutz, unabhängig davon, ob sich der Unfall zu Hause oder in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers ereignet. Nur Aktivitäten, die in direktem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen, sind abgedeckt. Die Rechtsprechung deckt jedoch auch Unfälle ab, die sich auf dem Weg zur Toilette oder während einer Kaffeepause ereignen. Die Mittagspause ist hingegen nicht abgedeckt. Wer sich bei der Zubereitung des Mittagessens verletzt, ist nicht versichert.

Ist ein Arbeitnehmer auch versichert, wenn er von zu Hause aus zu einem Arbeitstermin fährt?

Wenn alle Bestimmungen der Vereinbarung vom 20. Oktober 2020 über die rechtliche Regelung der Telearbeit eingehalten werden, d. h. der Arbeitgeber seine Zustimmung erteilt hat, ist ein Arbeitnehmer auch dann versichert, wenn er von zu Hause aus zu einem Arbeitstermin fährt.

Wenn sich auf diesem Weg ein Unfall ereignet, handelt es sich nicht um einen Wegeunfall, sondern um einen Arbeitsunfall, da sich der Arbeitnehmer nicht auf dem direkten Weg zwischen dem üblichen Wohnort und dem Arbeitsplatz befindet.

Ist der Versicherungsschutz für ansässige Personen und Grenzgänger, die Telearbeit leisten, derselbe?

Der Versicherungsschutz gegen Arbeitsunfälle gilt für alle Personen, die eine versicherte berufliche Tätigkeit in Luxemburg ausüben. Die Tatsache, dass diese Tätigkeit in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers oder im Telearbeitsverhältnis ausgeübt wird, ändert nichts am Versicherungsschutz. Auch nicht, ob diese Person in einem der angrenzenden Länder wohnt.

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